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Seit Gründung der Stadt bis zum Jahre 1522 wurde das Sprudelwasser nur zu Bädern benutzt, die 5-12 Stunden dauerten. Im Jahre 1522 wurde die Trinkkur eingeführt, für die übermäßiges Trinken des Mineralwassers charakteristisch war – 40-60 Becher am Tag (1 Becher cca. 160 ml Wasser). Die Trinkkur wurde mit langdauernden Bädern in heißem Wasser kombiniert. Dank dieser drastischen Therapie wurde nicht nur das Krankenhaus, sondern auch der Friedhof erweitert.
Diese Art von Behandlung hat man erst am Ende des 18. Jahrhunderts verlassen, als der Arzt Dr. David Becher die erste Analyse des Karlsbader Mineralwassers durchgeführt hatte. Er befasste sich mit individueller Behandlung nach Diagnose des Patienten. Bei der Trinkkur reduzierte er die übermäßig großen Mengen auf 12-15 Becher am Tag. Er empfiehl auch, das Wasser direkt an der Quelle zu trinken, wo es noch mit Kohlendioxid angereicht ist und so eine bessere Wirkung hat. In das Kurleben der Stadt wurde so das Ritual der Trinkkur eingeführt, wenn die Patienten zu einem Zeitpunkt an der Quelle zusammen kommen, mit den Bechern hin und her spazieren und Mineralwasser trinken.
Seit dem 19. Jahrhundert ist die Kurbehandlung durch ein diätetisches System, Moorbäder und -packungen ergänzt.




